Sonntag, 8. Juli 2012

Das ungarische Krönungskleid


Letztes Jahr habe ich mich dazu entschieden, ein Kleid dem Krönungskleid von Elisabeth von Österreich-Ungarn nachzuempfinden.


Über das Original
Das Kleid ist ein Design von Charles Frederick Worth, er hat die Haute Cotoure erfunden und war auch der erste, der seine Kreationen in Modeschauen präsentierte. Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sisi, war eine seiner Kundinnen.

Stoffmäßig ist das Kleid ein ziemlicher Alptraum für Hobbyschneiderinnen wie mich: 28m Silberbrokat (für den Überrock), 24m Spitze und 10m Tüll sind verarbeitet. 
Es ist der ungarischen Tracht nachempfunden, daher auch die Schürze aus Spitze und die Schnürung aus Perlen.

Zu welchem Anlass wurde das Kleid gefertigt? Elisabeth und ihr Ehemann Franz Joseph wurden am 18. Juli 1867 zum ungarischen Königspaar gekrönt, was das Kaiserreich Österreich zur Doppelmonarche Österreich-Ungarn machte. Somit war der Augleich mit Ungarn besiegelt, denn Ungarn erhielt seine Verfassung von 1848 (dem Revolutionsjahr) zurück. Es war die einzige politische Bestrebung Elisabeths.

Als Franz Joseph seine Frau in diesem Kleid sah, war er so entzückt, dass er sie auf die Stirn küsste (damals eine eigentlich sehr intime Geste). Nach der Krönungszeremonie musste sich Sisi umziehen, da allein die Schleppe an die 15Kilo wog.

Das Original befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum Wiens, ist aber aus konservatorischen Gründen nicht ausgestellt. In der Hofburg ist eine Replik, samt einer Nachbildung des Krönungs-Schmucks, zu bewundern.


Über mein Projekt

Urspünglich hatte ich eine 1 zu 1 Umsetzung geplant, allerdings habe ich diesen Plan nach kurzer Zeit über Bord geworfen. Schließlich habe ich mich zu einer Stripped-Down-Version entschieden, keine kitschigen Mascherln, keine Spitze. Das Kleid wurde auch von anderen begnadeten Schneiderinnen nachgenäht, da wollte ich nicht noch ohne Kopie der Kopie erstellen. 
Als ich Agnes von meinem Vorhaben berichtete und sie wusste, dass sie auch stark involviert werden würde (da sie einfach mehr Übung hat als ich), sagte sie: "Du bist in der Tat größenwahnsinnig."

Es folgten einige Nähsessions, in denen ich meine Privileg besser kennen und lieben lernte. Sie macht zwar immer gerne Zicken, aber schließlich ging alles gut. Der Rock des Kleides ist übrigens erst in der Nacht vorm WGT fertig geworden, während Agnes und ich mit roter Haarfarbe auf dem Kopf in meiner Wohnung herumwuselten (und ich versuchte Tropfen eben jener Farbe zu vermeiden).

Es wurden schlussendlich um die 20 Meter Stoff verarbeitetet.

Ich wurde natürlich nicht zur Königin irgendeines Landes gekrönt, mein Anlass es zu tragen war das Victorian Picnic am WGT.

Hier seht ihr also das fertige Kleid:

click to enlarge


Der Volumenrock, auch im ungetragenen Zustand ein Monster. Nach dem Victorian Picnic ein Staubmonster.
Translation: Last year I was inspired to create a replica of the coronation robe of Elisabeth of Austria-Hungary. The original was made for the coronation of the imperial couple on 18. July 1867. It was the only political action Elisabeth took in her whole life. The dress was a creation by Charles Frederick Worth, who is the inventor of Haute Ctoure and also was the first designer who showed his creations at fashion shows. It was made of 28m silver brocade, 24m lace and 10m tulle. The design is based on the hungarion antional costume. When Franz Joseph saw his wife in the dress, he was so pleased, he kissed her forehead. After the coronation ceremony, Sisi changed into a more comfortable dress. The dress is now conserved in the KHM Vienna and you can see a replica of it in the Hofburg.

I actually had planned a very similar dress, but the idea quickly went to a more "stripped down" version without all the bows and lace. When I told AGnes about my plan, she told me, I was indeed megalomaniac.
Several sewing session followed. The dress was completed the night before WGT (very last minute). I, of course wasn't to become a queen, but I was wearing the dress for the victorian picnic. All in all, about 20m of fabric was used.

Samstag, 30. Juni 2012

WGT 2012

Photografische Eindrücke - Photgraphic impression

Donnerstag: Ankunft, unsere Wohnung  - Thursday: Arrival, our flat



Und das war nur MEIN Zeug....- And that was only MY stuff...

Unser Heim fürs Wochenende - Our home for the weekend


Freitag - Friday
Interview

Accessories of Awesomeness!!!
 Victorian Picnic

Spezieller Dank gilt Agnes, ohne deren Hilfe und endlose Awesomeness niemals Königin von Ungarn geworden wäre. (mehr dazu in einem zukünftigen Blogpost.)

Special Thanks to Agnes, without you and your neverending awesomess I would have never become Consort Queen of Hungary. (more in a future blogpost.)













Das Vorbild für mein Kleid / The Inspiration for my dress:
 More about this in a future blogpost!!!



Dirt and Dust

Henke, Werk II


Samstag - Saturday




Amorphis Autographs



The band seemed to like me :D



 Sonntag - Sunday 
Agra - Impressions














World's happiest fangirl II


Noktulus
 Montag - Monday

Völkerschlachtdenkmal






See you next year!!!

Freitag, 9. März 2012

Amys Favorites #2: The Phantom Agony


Dieses Mal möchte ich euch etwas über das Album, oder vielleicht sogar die Band erzählen, die mich zum Female Fronted Metal gebracht haben. Angefangen habe ich ja schließlich mit Dimmu Borgir und Graveworm. Wie ich zu Epica kam ist eine eher lustige Geschichte: Eine Schulkollegin hatte mitbekommen, dass ich mich der Musik, die die ganze Klasse hörte abgewandt hatte (das war für meine Kollegen übrigens ein Skandal!) und wie es der Zufall wollte, einen Metalhammer, den ihr Vater gelesen hatte, bei sich daheim gefunden - und mir kuzer Hand mitgebracht. Wie ihr vielleicht wisst, ist im Hammer (das Magazin hieß damals noch so) immer eine CD dabei, die ich natürlich daheim sofort anhörte.
Die gekürzte Singleversion von "The Phantom Agony" war mit drauf und ich hörte sie mir, neugierig wie ich war, an. Natürlich hatte ich davor schon von Nightwish und Within temptation und anderen Bands mit Sängerin gehört, allerdings blieb ich da eher skeptisch. Simones Stimme und die Musik haben mich dann aber doch überzeugt und ich habe bald, ohne mir weitere Lieder anzuhören, sofort das Album gekauft.
Ich verbrachte  den restlichen Abend damit, die CD anzuhören, die Lyrics mitzulesen und die lateinischen Chöre zu übersetzen (ja, ich bin echtes Nerd-Girl!). Wie mich das zum Female Fronted Metal brachte, weiß ich nicht mehr genau, aber man kann sagen, dass Epica wohl meine Horizont erweiterte und ich entschied, auch andere Bands mit Sängerinnen anzuhören.
Inzwischen haben Epica drei weitere Alben, jede Menge Singles, eine EP mit DVD, ein Live-Album und einen Soundtrack zu einem Film herausgebracht. Nächsten Monat kommt das vierte Studioalbum heraus.
Wenn ich mich entscheiden müsste, welches Album mir am Besten gefällt, würde ich aber trotzdem immer noch The Phantom Agony wählen. Warum? Es ist vielleicht nicht das Härteste von allen Alben, hat für mich aber einfach Atmosphäre. Lange Zeit war mein Favorit "Cry for the moon", jetzt ist es "The Phantom Agony". Ich finde es außerdem sehr abwechslungsreich, ohne dass die einzelnen Lieder dabei den Charakter der Band verlieren. Dass eine Band einen eigenen Klang hat, ist mir sehr wichtig, denn gerade im Genre Female Fronted Metal wird oft geschimpft "Das klingt ja alles wie Nightwish!". Epica haben diesen Klang und das bereits auf diesem ersten Album (es gibt auch bands, die ihn ersten finden müssen). Dieser eigene Klang oder Stil hängt großteils auch von der Stimme der Sängerin ab und ganz ehrlich, Simone könnte mir das Telefonbuch vorsingen. Aber auch ohne den Gesang zu hören haben die Lieder eine Art Signatur und das gefällt mir, dass sie trotz ihrer Diversität zusammen gehören.




Translation: This time I want to tell you something about the album, or even the band that brought me to Female Fronted Metal. Remember, I started with Dimmu Borgir and Graveworm. So a girl from my class back in those days, had heard that I abandoned the "normal" music everyone was listening to (trust me, as the whole class found out, it was kind of a scandal!) and found a Metalhammer her father had read at home and gave it to me. As you might know, there is always a CD included and the short single-version of "The Phantom Agony" was on it. I listened to it and came to like it immediately. Of course I had heard of other bands with a female singer, like Nightwish or Within Temptation, but I was kinda skeptical. But Epica kind of opened my mind and I soon started to listen to other bands with girls, too. I bought the whole album a little later and then spent the whole evening listening to the songs, reading the lyrics and translating the latin choirs (yes, I'm nerdy as that).  
Now Epica have released three albums, a ton of singles, an EP with DVD, a live album and a soundtrack. Next month their fourth studio album will be released. If I had to chose, I would still pick "The Phantom Agony" as my favorite album. It is not the hardest, but to me it has the most appealing atmosphere. For a long time, my favorite track was "Cry for the moon", now it is "The Phantom Agony". What I also like is that the songs are so diverse, but don't lack the "Epica feeling". I mean the certain sound or style a band has, is very important to me, especially since in Female Fronted Metal you often hear complaints like "But this all sounds like Nightwish!". Epica do have that sound and they already had it on this, their first album (some bands need to find that style at first). This sound often is tied to the voice of the singer and to be honest, Simone could sing me the phonebook. It's not just her voice, even without it, you have that signature feeling, that marks the songs as belonging together.